Ausbildung zum Koch

 

Du hast dich also dazu entschieden Koch zu werden, oder zumindest spielst du mit dem Gedanken.

Auf dieser Seite findest du dazu alle Informationen die wir zusammentragen konnten und die wichtig sind. Es werden je mehr wir zu dem Thema finden immer aktuelle und neue Informationen dazu kommen, damit die Informationen zu der Ausbildung zum Koch immer weiter wachsen und aktuell bleiben.

Falls du dich noch informierst und noch nicht sicher bist ob du Koch werden willst solltest du dir auf jeden Fall bewusst werden daß die Arbeit eines Kochs sich von anderen Berufen die heutzutage verbreitete Ausbildungsberufe sind, um einiges unterscheidet.

Sie erfordert mehr Nerven und ist körperlich anstrengender. Jedoch vielen macht gerade das viele Köchen Spass, es muss einem eben einfach liegen Koch zu werden.

Deshalb solltest du dir auf jeden Fall die Berufsbeschreibung durchlesen und dir Erfahrungsberichte von anderen ansehen. Aber wenn du gerne kochst und einen guten Geschmackssinn besitzt , sind das schon mal 2 wichtige Grundvoraussetzungen die erfüllt sind.

 

Ausbildung zum Koch

Im folgenden haben wir versucht die wichtigsten Informationen zur Ausbildung zusammenzutragen bzw. wir sind permanent dabei neue Informationen hinzuzufügen und zu recherchieren.

 

Was sind die Vorraussetzungen um eine Ausbildung als Koch beginnen zu können?

Keine!

Zumindes gibt es keine Pflicht Voraussetzungen. Oft hört man zwar das man mindestens einen Hauptschulabschluss mitbringen muss, jedoch ist dies eher eine Empfehlung als ein muss.

Jedoch sollte man sich einmal die Berufsbeschreibung ansehen und sich überlegen ob man die empfohlenen Talente und Vorlieben die ein Koch haben sollte erfüllt.

Wie zum Beispiel mathematisches Geschick, ein guter Geschmacks und Geruchssinn uvm…

 

Was verdiene ich während der Ausbildung?

Durchschnittsgehalt Koch/Köchin in Euro (Brutto)*:
Alte Bundesländer
  • 1. Ausbildungsjahr: 500€
  • 2. Ausbildungsjahr: 561€
  • 3. Ausbildungsjahr: 636€
Neue Bundesländer
  • 1. Ausbildungsjahr: 370€
  • 2. Ausbildungsjahr: 451€
  • 3. Ausbildungsjahr: 525€
Quelle: Bundesagentur für Arbeit (2008), WSI-Tarifarchiv (2007)
 

Nach der Ausbildung verdienen Köche laut Bundesagentur für Arbeit rund1.771 bis 1.947 Euro.
Diese Zahlen sind natürlich nur ein grober Durchschnitt, praktisch gesehen kann das Gehalt enorm variieren, je nach Ort der Beschäftigung (Bundesland oder sogar Ausland) und nach der Stellung die man im Betrieb hat.

 

Die Ausbildung

 

Koch/Köchin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Gastgewerbe angeboten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit
 
Hat man Abitur ist es möglich die Ausbildungsdauer zu verkürzen.
 
 

Wie läuft die Ausbildung ab ?

Koch ist ein ganz normaler Ausbildungsberuf in Deutschland. Nach den Regeln der dualen Ausbildung wird man im Betrieb ausgebildet und zusätzlich muss man in die Berufsschule gehen um vorgeschriebene theoretische Grundlagen zu lernen. Erwähnenswert wären z-B.  Ernährungslehre, Warenkunde und Lagerhaltung sowie Hygiene.

Die Berufschulzeit wird entweder wöchentlich (1-2 Tage) oder aber Blockweise (mehrere Wochen am Stück) verbracht.

Im folgenden eine kleine Übersicht über die von der IHK vorgeschriebenen Lehrinhalte der Ausbildung.

 

Über den Zeitraum von allen drei Jahren
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Umweltschutz

 

Erstes Lehrjahr
Umgang mit Gästen, Beratung und Verkauf
Einsetzen von Geräten, und Gebrauchsgütern, Arbeitsplanung
Hygiene
Küchenhilfe
Servicebereich
Büroorganisation und – kommunikation
Warenwirtschaft

 

Zweites Lehrjahr
Einsetzen von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern, Arbeitsplanung
Warenwirtschaft
Werbung und Verkaufsförderung
Anwenden arbeits- und küchentechnisches Verfahren
Zubereiten von pflanzlichen Nahrungsmitteln

 

Drittes Lehrjahr
Zubereiten von pflanzlichen Nahrungsmitteln
Zubereiten von Fisch, Schalen- und Krustentieren
Verarbeiten von Fleisch und Innereien
Verarbeiten von Wild und Geflügel
Herstellen von Vorspeisen und Anrichten von kalten Platten
Zubereiten von Molkereiprodukten und Eiern
Herstellen und Verarbeiten von Teigen und Massen
Herstellen von Süßspeisen
 
 
Wie in jeder Ausbildung im dualen Ausbildungssystem , gilt es bei der Ausbildung zum Koch eine Zwischenprüfung und auch eine Abschlußprüfung zu absolvieren.
 

 Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung findet bei der Koch Ausbildung nach dem ersten Lehrjahr statt.

Für die Anmeldung ist der ausbildende Betrieb zuständig, die IHK informiert den Betrieb rechtzeitig über die Anmeldefristen.

Zweck der Zwischenprüfung ist das Erkennen des Ausbildungstandes des Auszubildenden. Durch diese Einsichten ist es wenn nötig , noch möglich korrigierend auf die Ausbildung einzuwirken.

Die Zwischenprüfung zum Koch ist nahezu rein praktisch. Im Normalfall bekommt man einen Warenkorb gegeben, mit Lebensmitteln die zur Erstellung eines Gerichtes verwendet werden müssen und Lebensmitteln die verwendet werden können.

Die Aufgabe ist nun die Planung eines einfachen Essens und dann die Umsetzung , also ein einfaches Gericht zu zubereiten.

Je nach Bundesland kann es zwar zu Unterschieden kommen, aber diese sollten in der Regel nicht zu groß sein.

Was passiert wenn ich  die Zwischenprüfung nicht bestehe?

Nichts! Die Zwischenprüfung muss nicht bestanden werden.

 

 

Abschlußprüfung

Am Ende seiner Ausbildung steht noch die letzte große Hürde bevor, sie muss noch bewältigt werden, möchte man sich “ausgebildeter Koch” nennen.

Die Abschlußprüfung erfolgt wie gesagt am Ende der Ausbildung , man kann frühestens daran teilnehmen, wenn die Ausbildungzeit maximal 2 Monate nach dem Prüfungstermin vorbei ist.

Desweiteren muss man an der Zwischenprüfung teilgenommen und seine Berichtshefte gepflegt haben.

Die Prüfung besteht im Gegensatz zur Zwischenprüfung aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.

Im schriftlichen Teil wird verlangt nicht nur trockenes Theoriewissen parat zu haben, sondern auch Fragen die Beispiele aus der Praxis ableiten werden gestellt.

 

Der praktische Teil beginnt sozusagen schon 4 Wochen vor dem Prüfungstermin. Den 4 Wochen vor der Prüfung wird dem Prüfling mitgeteilt wie sein Warenkorb aussieht den er für die praktische Abschlußprüfung zur Verfügung hat.

Nun hat der angehende Koch einen Monat Zeit , sich zu überlegen wie er aus diesem Warenkorb ein dreigängiges Menü für 6 Personen  erstellt.

Am Tag der Prüfung geht es dann nicht nur darum , seine Menü Idee in die Tat umzusetzen , sondern auch um die geschmackvolle Anrichtung, die Kommunikation mit den Gästen und Gedanken zur Wirtschaftlichkeit der Arbeit und des Menüs spielen eine Rolle. Insgesamt hat man maximal 6 Stunden Zeit für die praktische Prüfung.

 

 Was passiert wenn ich die Abschlußprüfung nicht bestehe ?

Im Gegensatz zur Zwischenprüfung muss die Abschlußprüfung bestanden werden, möchte man sich “Koch” nennen.

Du bist durchgefallen? Kopf hoch! So etwas kommt vor. Die gute Nachricht ist ,die Prüfung kann wiederholt werden. Allerding wird die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verlängert.

Nach diesen 6 Monaten darf man erneut zur Abschlußprüfung antreten. Und sogar noch ein drittes Mal bei einem erneuten Durchfallen. Allerdings wird auch hier die Ausbildungszeit um ein halbes  Jahr verlängert.

 

 

 

  1. Francesco PerriconeFrancesco Perricone09-12-2012

    Hallo,

    Frage: besteht die Möglichkeit die Abschlußprüfung bereits nach zwei Jahren Ausbildung durchzuführen?

    Danke vorab!

    Gruß
    Francesco

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